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Der fränkische Edelfreie Strollo gründet das Dorf des Strollo.

Die erste bis jetzt bekannte Nennung Strullendorfs verdanken wir der Geldnot des Bamberger Bischofs Heinrich I. von Bilversheim. Er entlieh am 4. Januar 1247 aus dem Domschatz drei goldene Kreuze und verpfändete diese vorübergehend. Als Sicherheit übertrug er dem Domkapitel seinen Gutshof in Strullendorf.

In Wirklichkeit ist das Dorf natürlich viel älter. Nach vorübergehender Ansiedlung germanischer Stämme und der Überwindung des Thüringischen Reiches (531 n. Chr.) bilden Franken, Thüringer, Alemannen und aus dem Osten einsickernde Slawen (zwischen 570 – 620 n. Chr.) den Volksstamm der Ostfranken.

Ein paar Jahrhunderte blieb es recht still um „Strolndorf“, bevor es 1007 als Morgengabe Heinrichs II. an das Hochstift bambergisch wird. Der Bischof wurde Lands- und Lehensherr. Bis heute erhaltenes Relikt dieser geistlichen Landesherrschaft (bis 1802) ist die mit einem reichverzierten Wappen geschmückte Zehntscheune in der Lindenallee.

1406 wird Strullendorf eigenständige Pfarrei

Im Bischofsurbar A (1323/24) wurde erstmals eine Strullendorfer Zeidelhube als Eigentum des Bischofs genannt. Da dieser „Bienenhof“ die Größe zweier Lehen umfasste, wurde er von drei Personen bewirtschaftet: Heinrich, dem Dorfbüttel, Friedrich Sleihe und Otto Kauernhofer. Sie liefern jährlich einen halben Eimer Honig nach Bamberg. Da im Urbar neben Müller, Gemeindehirten und Schmied auch ein Kirchner verzeichnet ist, bestand im Jahre 1328 schon die Marienkapelle. 1444 wurde diese Kapelle durch einen Neubau ersetzt: Die Pfarrkirche „Unsere Liebe Frau“. Der Weihtitel St. Laurentius kam erst beim Wiederaufbau der 1633 von den Schweden zerstörten Kirche im Jahre 1651 hinzu. 1406 wird die Kirche von Strullendorf, die bis zu diesem Zeitpunkt aus der Urpfarrei Amlingstadt heraus betreut wurde, unter Bischof Albrecht von Wertheim zur Pfarrei erhoben. Als einer der Gründe wurde angegeben, dass die Ortschaft schutzlos gegen böswillige und räuberische Angriffe aus dem Hauptsmoorwald lag, wenn die Einwohner sonntags zur Messe nach Amlingstadt zogen.

Interessant ist auch der Hinweis auf die Herkunft etlicher Einwohner Strullendorfs. Sie kamen aus Roßdorf, Leesten, Friesen, Pödeldorf, Kauernhofen und Zapfendorf. Der Zweitname Unger oder Ungar findet seine Erklärung in dem Umstand, dass damals Bamberger Kaufleute rege Handelsbeziehungen nach Ungarn pflegten. 1348 besaß der angesehene Bamberger Bürger und Schöffe Ulrich Melmeister eine Curie in Strullendorf. Ende des 14. Jahrhunderts folgten die Tockler auf diesem Gutshof als Lehensleute nach.

Kriege und Zerstörungen

Im 30-jährigen Krieg 1618 bis 1648 wurde Strullendorf erstmals vollständig abgebrannt. Schweden von der Belagerung Bambergs waren zum Plündern nach Ebermannstadt ausgerückt. Beim Abzug wurden sie von Kroaten überrascht, die den Schweden die Beute wieder abjagten. Aus Rache zündeten sie auf dem Rückweg nach Bamberg viele Dörfer an, wie die Bamberger Nonne Anna Maria Junius in ihrem Tagebuch festgehalten hatte. So verbrannten am 5. März 1633 mit Strullendorf eine ganze Reihe weiterer Dörfer im Bamberger Umland ganz oder teilweise.

Im Jahr 1796, während des Ersten Koalitionskrieges, war es eine französische Armee unter Obergeneral Jourdan, die das Dorf erneut in Schutt und Asche legten. Nach einer Niederlage in der Oberpfalz zogen die Marschkolonnen durch Franken nach Westen und wurden verfolgt. Am 30. August gelangten sie nach Strullendorf. Nach dem Einläuten des kommenden Sonntages brach über Strullendorf die Katastrophe herein. Der ganze Ort wurde bis auf wenige Gebäude geplündert und in Brand gesteckt. In der Ortschronik steht, dass der Strullendorfer Pfarrer Rickert in das brennende Pfarrhaus in der Schulgasse gestoßen wurde und dort im Keller verstarb.

1797 fuhr Johann Wolfgang von Goethe durch Strullendorf und erwähnte den Ort in seinen Reiseaufzeichnungen. Goethe befand sich auf seiner dritten Reise in die Schweiz. Etwa zwei Jahre zuvor wurde Strullendorf, wie er im Tagebuch bemerkt, von den Franzosen zerstört. Im „Lamm“ aß er damals zu Mittag.

Der lange Wiederaufbau Strullendorfs

Nur wenige Wochen nach der Zerstörung wurde mit dem Wiederaufbau Strullendorfs begonnen. Den Wiederaufbau leitete Johann Lorenz Fink, der Hofarchitekt der Bamberger Fürstbischöfe.

Die Regierung des Hochstifts Bamberg sah vor allem den Bau der Schule als vordringliche Aufgabe an. Bereits am 1. Oktober 1796 legte Fink einen Kostenvoranschlag und Entwürfe für das Schulhaus vor. 1798 war die Schule fertiggestellt, diente aber seit dem darauffolgenden Jahr als Pfarrhaus. Die Schulpflicht wurde erst 1802 in Strullendorf eingeführt.

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 wurde das Fürstbistum Bamberg annektiert und später in das Königreich Bayern einverleibt. So kamen auch Strullendorf und die heutigen Ortsteile zu Bayern.

Eine zweite Schule entstand 1810 auf dem Grundstück des ehemaligen Pfarrhauses. Der weitere Wiederaufbau kam nur schleppend voran. Erst 1807 wurde die Laurentiuskirche vollendet. Der ursprüngliche Plan Finks fand beim Neubau der Kirche keine Beachtung mehr.

1840 wurde der Ludwigskanal gebaut und führte auch durch das Gemeindegebiet. Strullendorf hatte damals zwei Schleusen mit Wärterhäuschen, die es heute nicht mehr gibt.

Die Ludwig-Süd-Nord-Bahn wurde 1843 angelegt und ist heute eine Hauptstrecke der Deutschen Bahn zwischen Nürnberg und Bamberg.

Ab dem 15.10.1874 wurde der Brandschutz und die Feuerbekämpfung in Strullendorf durch die offizielle Gründung der Feuerwehr organisiert und dadurch verbessert.

Erst im Jahr 1884 wurde eine „Haltestelle für die Abfertigung von Personen, Reisegepäck und Hunden“ in Strullendorf errichtet, der heutige Bahnhof. 1865 wurde mit der Oberen Steigerwaldbahn Strullendorf-Schlüsselfeld begonnen, die in Strullendorf abzweigt, 1899 eröffnet wurde und heute eine nur noch sehr selten befahrene Nebenbahnstrecke ist.

Zeit der Weltkriege

In den Ersten Weltkrieg (1914-1918) zogen auch viele junge Männer aus der Gemeinde. In Erinnerung an die gefallenen Soldaten Strullendorfs wurde auf Initiative des Lehrers Fritz Stettner die Lindenallee bepflanzt. Jeder Lindenbaum steht für einen in diesem Krieg Gefallenen aus Strullendorf.

In den Jahren 1921-1923 baute man das Kraftwerk „Hirschaid“ mit einem Werkkanal an der Regnitz.

1930 wurde die durch die Stadt Bamberg im Jahr 1920 in Strullendorf gegründete Walderholungsstätte erbaut. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde es NSV-Heim, später Wehrmachts-Lazarett und nach dem Krieg wieder Erholungsheim für Kinder.

Im März 1933 gründeten 37 begeisterte Sportler in der Brauerei „Weißes Lamm“ den 1.FC Strullendorf.

Der Zweiten Weltkrieg (1939-1945) forderte erneut viele Gefallene und Vermisste aus der Gemeinde an allen Fronten. Im April 1945 beendete die US-Armee den Krieg auch in Strullendorf und dort nicht ohne letzte Zwischenfälle.

Den Gefallenen erbaute man 1958 am Friedhof ein Denkmal.

Nachkriegszeit

Nach dem Krieg fanden zahlreiche Vertriebene in und um Strullendorf ihre neue Heimat und die Einwohnerzahl wuchs um ein Beachtliches. Neue Baugebiete wurden u.a. im Kalterfeld und zur Bahnlinie hin ausgewiesen und mit Wohnhäusern und auch einer neuen Schule bebaut.

Zahlreiche Vereine wurden neu oder wieder gegründet. So wurde beispielsweise auf Initiative des Strullendorfer Bürgermeisters Franz-Josef Wiesneth, Ende Oktober 1949 der RMV Concordia Strullendorf wieder gegründet. 1934 musste auch der Traditionsverein, gezwungen durch das Naziregime, seine Tätigkeit ab 1934 einstellen.

1951 wurde von der Feuerwehr Strullendorf in der Pestalozzistraße eine großzügige Gerätehalle mit einem Schlauchtrockenturm bezogen, die bis zum Umzug in das 1992 eingeweihte neue Feuerwehrhaus in der Bamberger Straße als Standort der Wehr diente.

Ende der 1950er Jahre machte der damalige Verwaltungsleiter der Gemeinde, Herr Lamprecht, eine für Strullendorf bemerkenswerte Entdeckung: das in den 20er Jahren gebaute Wasserkraftwerk „Hirschaid“ steht mitnichten innerhalb der Fluren des Nachbarmarktes, sondern innerhalb derer der Gemeinde Strullendorf.

Ab 1964 ersetzte der Main-Donau-Kanal westlich von Strullendorf den alten Kanal sowie den Werkkanal des Kraftwerkes. Das Großprojekt wurde von 1960 bis 1992 verwirklicht und verbindet den Main bei Bamberg mit der Donau bei Kelheim. In Strullendorf gibt es die nach dem Ort benannte Schleuse.

Der Bau der neuen katholischen Pfarrkirche „St. Paul“ begann in Strullendorf 1963. Sie wurde 1966 durch Erzbischof Dr. Josef Schneider geweiht.

Im Juli 1964 entfachte eine Explosion mit etwa 300.000 Liter Lack in einer Fabrik einen Großbrand. 20 Löschfahrzeuge der Feuerwehren sowie der Bundeswehr und der US-Armee mussten das Feuer bekämpfen. Aufgrund der Wasserknappheit wurde eine drei Kilometer lange Schlauchleitung vom Main-Donau-Kanal gelegt. Teile Strullendorfs wurden evakuiert und die Mitarbeiter der Firma kamen glücklicherweise alle, bis auf zwei Leichtverletzte mit dem Schrecken davon.

Die Gebietsreform im Freistaat Bayern wurde in den Jahren 1971 bis 1980 durchgeführt und hatte das Ziel, leistungsfähigere Gemeinden und Landkreise zu schaffen. Zu Strullendorf kamen im Zuge dieser Maßnahme sieben weitere Orte hinzu und bilden seit dem die heutige Gemeinde Strullendorf. Am 1. Januar 1972 wurden Leesten, Mistendorf und Wernsdorf eingemeindet. Am 1. Juli 1972 trat Strullendorf den Ortsteil Bughof an die Stadt Bamberg ab. Am 1. Januar 1978 kam Roßdorf am Forst hinzu. Amlingstadt, Geisfeld und Zeegendorf folgten endgültig am 1. Mai 1978.

Im September des Jahres 1978 begann mit bereits 55 Schülern der Musikunterrichtsbetrieb der Musikschule Strullendorf. Die im Landkreis einmalige Einrichtung wurde u.a. auf Initiative von Schulamtsdirektor Georg Freisinger aus Geisfeld, dem Leiter des Singschulwerks Oberfranken, Wilhelm Walter, dem Strullendorfer Schulleiter Luitpold Berthold, Bürgermeister Bruno Weiß sowie vom späteren Musikschulleiter Karl Berberich gegründet. Heute bietet die Musikschule Sing- und Instrumentalunterricht für über 300 Schülerinnen und Schüler mit mehr als 20 Fachlehrkräften.

1980 wurde die große Hauptsmoorhalle eröffnet, die nach ihrer Sanierung seit 2012 zum „Basketball Center Hauptsmoor“ das Trainingeszentrum des mehrfachen Deutschen Basketballmeisters aus Bamberg wurde.

Der Teilabschnitt der Autobahn A73 zwischen Bamberg und Nürnberg wurde zwischen 1980 und 1986 gebaut. Der Bau der A73 bei Bamberg war lange Zeit umstritten, da sie ein großes zusammenhängendes Waldgebiet, den Hauptsmoorwald ab Strullendorf, zerschneidet. Sie führt zuvor durch das Gemeindegebiet u.a. mit der 330 m langen Zeegenbachtalbrücke.

Ende der Nachkriegszeit

Nach dem Fall des eisernen Vorhangs stieg erneut die Bevölkerungszahl durch den Zuzug von Menschen aus dem ehemaligen Ostblock.

1995 entstand der Kontakt zur Partnergemeinde Izsák in Ungarn. 1997 zur 750-Jahr-Feier von Strullendorf kam eine Abordnung zusammen mit zahlreichen Bürgern aus Izsák zum ersten Mal für mehrere Tage nach Strullendorf. Die Strullendorfer besuchen die Freunde im ungarischen Izsák regelmäßig, zum Erfahrungs-, Informations- und Kulturaustausch. 2015 feierte man gemeinsam das 20-jährige Bestehen der Partnerschaft.

Der Landkreis Bamberg betreibt in Strullendorf seit den 1990er Jahren das Atemschutzzentrum für die Feuerwehren des Landkreises.

In einem Neubau einer Lagerhalle im Strullendorfer Industriepark brachen 2008 Großbrände aus. Fast 500 Feuerwehrkräfte und damit nahezu alle Feuerwehren des südlichen Landkreises, mit THW, Rotem Kreuz und Polizeieinheiten waren im Einsatz um die Flammen zu löschen. Der Betrieb ist heute eines der größten und führenden Logistikunternehmen für Agrartechnik in Europa.

Ab 2012 wurde mit der Sanierung und dem Neubau des Rathauses in Strullendorf begonnen, das im August 2014 eröffnet wurde.

Im Zuge der Flüchtlingskrise in Europa ab 2015 fanden auch viele Flüchtlinge und unbegleitete Jugendliche in der Gemeinde Hilfe und Unterkunft. Engagierte Bürgerinnen und Bürger Strullendorfs gründeten hierzu einen Kreis von ehrenamtlichen Helfern und richteten u.a. eine Kleiderkammer ein und rufen zu Kennenlernaktionen sowie Spenden in der Bevölkerung auf.

Im Sommer Jahres 2016 feierte Strullendorf die  St. Pauls-Kirchweih mit Festzug sowie das Radrennen der Concordia zum Großen Preis von Strullendorf, beides ununterbrochen in Folge, zum 50. Mal.

Amlingstadt ist wahrscheinlich die älteste Siedlung auf dem heutigen Gemeindegebiet.

Die älteste Namensform „Amelungestat“ deutet auf eine ostgotisch-thüringische Gründung hin. Die heutige Pfarrkirche von Amlingstadt kann, neben der Kirche von Seußling, als eine der 14 sogenannten Slawenkirchen identifiziert werden, die im Jahr 793 Karl der Große zu bauen befahl. Bis etwa 810 setzten die Würzburger Bischöfe Berowelf und seine Nachfolger Liutrit und Egilwart den Befehl des Kaisers in die Tat um, diese Kirchen im Gebiet zwischen Main und Regnitz zu errichten.

Im Jahre 1007 gründete Kaiser Heinrich II. das Bistum Bamberg. 1013 erhält der Kaiser durch Gebietstausch die Kirchen in Amlingstadt und in Seußling mit ihren Zehnten und je drei königlichen „Hufen“, d.h. großen Bauernhöfen, welche zu diesen Kirchen gehörten, vom Würzburger Bischof. Er integrierte sie sein neues Bistum Bamberg.

Etwa hundert Jahre später, bei der Übergabe eines Hofes bei Oberhaid an St. Jakob in Bamberg wurden 1124 die Ministerialien Christian und sein Bruder Marquart von Amlingstadt als Zeugen in einer Urkunde aufgeführt.

Zwischen 1392 und 1421 kommt ein Wilhelm von Brunn in den Quellen vor, ein Neffe des Bischofs Lamprecht von Brunn, Chorherr bei St. Stephan und Oberpfarrer zu Amlingstadt. Er stimmte einigen Loslösungen von der Pfarrei Amlingstadt zu: Pettstadt 1399 sowie Strullendorf und Litzendorf wurden im Jahr 1406 eigenständig.

Der mittlerweile vierte Kirchenbau wurde zwischen 1421 und 1442 am gleichen Ort errichtet und der 36 Meter hohe Turm hinzugebaut. Die Amlingstadter Kirche und der umliegende Friedhof wurden im Mittelalter mit einer festungsartigen Mauer umgeben. In Notzeiten lagerten die Amlingstadter in der Kirche ihren Hausrat und die Lebensmittel und verschanzten sich selbst dort vor Plünderern.

Der erste Bericht über die Anwesenheit einer Lehrperson in Amlingstadt stammt aus dem Jahr 1604. Moritz Göller hinterließ dem Gotteshaus beachtliche 7 Gulden, was bereits schriftlich belegt wurde. 1624 fungierte dann in Amlingstadt ein Schulmeister namens Kaspar Jäger. Die Schulmeister waren zu dieser Zeit meist auch als Kirchendiener tätig.

1633, im Dreißigjährigen Krieg, zerstörten schwedische Truppen Amlingstadt nahezu komplett. Mit der Pfarrkirche verbrannten 20 von 26 Anwesen, darunter auch die drei Höfe der Pfarrei. Drei weitere Anwesen waren bei einer Schadenserhebung noch im Jahr 1638 verwüstet.

Ab 1641 wurde die Pfarrkirche wieder instand gesetzt und 1659 vollendet. Weitere Erweiterungen und Umbauten sind für die Jahre 1659/60 und 1693/94 belegt. Seit 1643 gibt es ein Pfarrarchiv mit regelmäßigen Kirchenrechnungen.

Der Pfarrer und Dechant von 1739 bis 1752 war Johann Sauer. Er stiftete neben dem Hochaltar auch den Marienaltar von 1663 sowie den Apostelaltar von 1669/1670 welchen er umbauen ließ. Diese drei Altäre stehen heute noch in der Pfarrkirche. Der Apostelaltar und Oberbau der Kanzel tragen die Inschrift: Johann Sauer 1745.

In ihrem 1750 verfassten Testament setzte die Witwe des Johann Georg Körber, Gerichtsassessor, Steuereinnehmer und Gastwirt zum Goldenen Löwen das Gotteshaus „ad Sanct Egidium“ als Haupterben ein.

1922 ließ der damalige Amlingstadter Pfarrer Karmann eine neue Orgel erbauen, die am 26. Februar geweiht wurde.

1942 wurden drei Glocken auf Anordnung der nationalsozialistischen Regierung vom Turm geholt. Nur die Totenglocke durfte im Glockenstuhl hängen bleiben.

In der Zeit um Ostern 1945 war der Ort mehrfach Ziel von Tieffliegerangriffen und so wurden auch die Feierlichkeiten der Erstkommunion am weißen Sonntag 1945 von Einschlägen und Feuer begleitet.

Den Zweiten Weltkrieg überlebten die Kirche und der Ort und es musste wie beim Ersten Weltkrieg das Kriegerdenkmal um viele gefallene und vermisste Männer erweitert werden.

1951 unter Pfarrer Christoph Weidner wurden die Marien- und die Ägidiusglocke, welche in Regensburg neu gegossen wurden, erworben. Mit einem Traktor und Anhänger(!) holte man sie dort ab und fuhr damit nach Amlingstadt.

1972 fandt die Weihe des Erweiterungsbaues der altehrwürdigen Pfarrkirche statt. Pfarrherr war Dekan Theodor Hellmich. Die Weihe erfolgte durch Dr. Dr. Josef Schneider, dem damaligen Erzbischof von Bamberg.

1978 wurde die größte und neue Dreifaltigkeitsglocke durch Pfarrer Hellmich geweiht. So war erst nach 36 Jahren langen Wartens das Geläut von St. Ägidius wieder vollständig.

Die Gebietsreform im Freistaat Bayern wurde in den Jahren 1971 bis 1980 durchgeführt und hatte das Ziel, leistungsfähigere Gemeinden und Landkreise zu schaffen. Amlingstadt kam im Zuge dieser Maßnahme mit sechs weiteren Orten zu Strullendorf und bildet gemeinsam mit diesen die heutige Gemeinde Strullendorf.

2013 erhielt die Pfarrkirche St. Ägidius in Amlingstadt eine weitere neue Orgel, die die kleine Pfarrgemeinde durch einen Orgelbauverein unter Vorsitz von Franz Will eigenfinanzierte. Im selben Jahr blickte der Ort auf eine tausendjährig dokumentierte Geschichte zurück in deren Mittelpunkt immer die auch heute so prächtige Kirche stand und steht.

Geisfeld liegt unterhalb des Schlossberges, auf dem noch Reste einer historischen Befestigung erkennbar sind.

Etwa 70 Hügelgräber in den heutigen Flurbereichen Mösten und Kugelstöck weisen auf eine keltische Besiedlung in vorchristlicher Zeit hin.

Urkundliche erstmalig erwähnt wurde Geisfeld im Jahr 1189. Damals verpfändete Graf Friedrich II. von Frensdorf-Abenberg seine Vogteien Bamberg, Halstat, Gisvelt u.a., um am Dritten Kreuzzug unter Führung Kaiser Friedrichs I. Barbarossa teilnehmen zu können. Die Ritter mussten ihre Teilnahme am Kreuzzug ins Heilige Land selbst finanzieren. Nach der Heimkehr vom Kreuzzug konnte Graf Friedrich die beim Bischof geborgten 40 Mark in Gold nicht mehr aufbringen oder zurückzahlen. So verfielen die genannten Pfandorte mit Geisfeld und kamen in den Besitz des Bischofs.

1247 verpfändete nun Bischof Heinrich sein Dorf „Gisvelt“ vorübergehend um 200 Mark Silber an das Kloster Michelsberg. Anno 1348 lautet der Eintrag im Urbar B: „Das Dorf Gysfelt untersteht ganz dem Bischof“. 1489 erwarb das Elisabethenspital in Bamberg zu Geisfeld einen Weinberg. Die Statue des Winzerpatrones St. Urban in der Pfarrkirche erinnert an den doch beträchtlichen Weinbau in der Geisfelder Flur.

Zur Osterbeichte des Jahres 1627 mussten alle Pfarrer wieder bei Androhung einer hohen Geldstrafe sämtliche Pfarrangehörige namentlich nach Bamberg melden. Aus Geisfeld wurden 204 Osterbeichter an die Bamberger Regierung gemeldet. Im Jahre 1636 gab es nur noch 42 Personen bei der Osterbeichte, 18 waren männlich, 24 waren weiblich. Das war der Rest der Menschen, die den Hunger und Drangsale der Schweden und die Pest im Jahre 1634 überlebt hatten.

1484-1984: 500 Jahre Pfarrei St. Magdalena seit der Abtrennung von der Urpfarrei Amlingstadt. In früheren Zeiten kannte man weder Urlaub noch Ferien. Dafür gab es viele Feste, die man fröhlich beging. Das waren neben den Kirchweihtagen die Patronatsfeste, besondere Heiligentage und besonders die Berufspatrone, wie im ländlichen Bereich die Heiligen Sebastian, Wendelin und Urban, dessen Standbild bis heute die Pfarrkirche ziert.

Die Gotteshausrechnungen, beginnend 1626 und bezeugen den Schulmeister als Mesner von Geisfeld.

1854 gewann der Bamberger Hofapotheker Lamprecht aus dem Geisfelder Posidonienschleifer, einer Liasformation, Leuchtgas. Er betrieb damit eine Kochstelle und beleuchtete die Apotheke. 1865 und 1925 wurden in Geisfeld zwei Saurier von 1,40 m bzw. 6,80 m Länge gefunden. Ersterer ist im Naturkundemuseum in Bamberg zu bestaunen. Der andere kam durch „höchst merkwürdige Zufälle“ in ein Museum nach Pommern.

Am 29. Juni 1969 stürzte die „tausendjährige Wendelinuseiche“ um, ein bayernweit bekanntes Naturdenkmal. Auf dem Schloßberg, einer schmalen Bergzunge über Geisfeld, befindet sich ein karolingisch – ottonischer Ringwall. Zur Bergseite beträgt der Unterschied von der Wallkrone zum einst schützenden Graben noch 5,50m.

Die Gebietsreform im Freistaat Bayern wurde in den Jahren 1971 bis 1980 durchgeführt und hatte das Ziel, leistungsfähigere Gemeinden und Landkreise zu schaffen. Geisfeld kam im Zuge dieser Maßnahme mit sechs weiteren Orten zu Strullendorf und bildet gemeinsam mit diesen die heutige Gemeinde Strullendorf.

Der Ortsname Leesten ist slawischen Ursprungs und bedeutet Haselgebüsch.

Im Jahre 1124, also zu Lebzeiten des heiligen Bischofs Otto von Bamberg, übergab die vornehme Frau Gisela (domina Gisila) durch ihren Neffen Wilhelm ein Bauerngut in Leesten zu ihrem eigenen Seelenheile der Kirche St. Jakobus in Bamberg. Sie setzte jedoch Bedingungen: Sie selbst sollte auf Lebzeiten den Hof (mansum) behalten und dem Stift St. Jakob jährlich Bienenwachs im Wert eines Denares liefern.

Nach ihrem Tod sollten die Kanoniker von St. Jakob aus dem Ertrag des Gutes für sie einen Jahrtag halten. Diesen Vertrag bezeugten neben ihrem Neffen Wilhelm noch 12 weitere Personen, meist Bamberger Domherren.

Im Jahre 1323 wurde im ersten Bischofsurbar der Bauer Otto Neundorfer in Leesten bezeugt. Er ist der Urahne aller Neundorfer und Neundörferin der Gemeinde, im Landkreis Bamberg und weit darüber hinaus. Dies wird in einer Veröffentlichung von Joseph Neundorfer 1985 „Ein altes Bauerngeschlecht 660 Jahre“ unter anderem nachgewiesen.

Aus Leesten stammt Pfarrer Martin Förtsch (1894-1969). Er war nicht nur Priester, sondern auch ein wissbegieriger Forscher. Wenn seine Zeit es zuließ, ging er den Spuren der Geschichte nach.

Die Gebietsreform im Freistaat Bayern wurde in den Jahren 1971 bis 1980 durchgeführt und hatte das Ziel, leistungsfähigere Gemeinden und Landkreise zu schaffen.

Leesten kam im Zuge dieser Maßnahme mit sechs weiteren Orten zu Strullendorf und bildet gemeinsam mit diesen die heutige Gemeinde.

Im Juli des Jahres 2000 wurde die Kapelle Mariae Namen in Leesten nach aufwendiger Sanierung und Erweiterung erneut geweiht. In der Festschrift, die zum gleichzeitigen hundertsten Weihejubiläum erschien, wurde der heimatverbundene Geistliche Martin Förtsch besonders gewürdigt.

Der Name Mistendorf kommt von den dort wohnenden Ministerialen.

Im Ort lebten die Bamberger Ministeriale Wolfram, Tolcnant und Hartung von Miessendorf. Sie traten von 1128 bis 1146 wiederholt als Zeugen bei Grundstücksgeschäften auf.

Aus dem Jahre 1627 liegen zuverlässige Angaben über Mistendorf vor. In 48 Anwesen leben 185 Personen, die gewissenhaft bei der Osterbeichte aufgeschrieben wurden. Nach dem Schwedeneinfall 1633 und der Pest 1634 erschienen nur noch 70 Personen zur Osterpflicht im Jahre 1636, davon lediglich 22 Männer. Es gab damals 16 verschiedene Lehensherren in Mistendorf. 1627 wurde auch Andreas Ohlmann, Kirchendiener und Schulmeister, namentlich festgehalten.

Kirche und umliegender Kirchhof waren seit dem späten Mittelalter stark befestigt. Hierher brachte man in Notzeiten guten Hausrat und getrocknete Lebensmittel, um schnell hinter die sicheren Mauern flüchten zu können. 1635 entwendete ein Knecht aus der Kirche Korn, Hülsenfrüchte und getrocknete Birnen. Der Bestohlene, Veit Müller, schlug mit einer Haue derart auf den geständigen Dieb ein, dass dieser einige Tage später starb und unehrenhaft außerhalb des Kirchenhofes begraben wurde.

Im Jahr 1391 wurde erstmals die Marienkapelle in Mistendorf bezeugt. Bischof Friedrich III. von Aufseß erhob sie 1430 zur Pfarrkirche und trennte Mistendorf mit acht weiteren Dörfern von der Pfarrei Buttenheim ab.

Im Juli 1659 beschäftigte sich die Geistliche Regierung in Bamberg mit dem Aufsehen erregenden Fund einer großen Hostie in einer hohlen Eiche auf dem Steinknock oberhalb Mistendorfs.

Auch ein Wappenring lag bei dem Lederbeutel, in dem die Hostie verborgen war. Über 60 Seiten amtliche Protokolle beschreiben die Ereignisse um die Seherin Maria Drechsler.

Seit 1720 stehen auf dem Steinknock Kapellen, jetzt die dritte, geweiht 1895 als Maria-Hilf-Kapelle.

Die Gebietsreform im Freistaat Bayern wurde in den Jahren 1971 bis 1980 durchgeführt und hatte das Ziel, leistungsfähigere Gemeinden und Landkreise zu schaffen. Mistendorf kam im Zuge dieser Maßnahme mit sechs weiteren Orten zu Strullendorf und bildet gemeinsam mit diesen die heutige Gemeinde Strullendorf.

Der Ortsname Roßdorf bezieht sich nicht auf Pferde, sondern kommt durch Lautverschiebung von Ratesdorf.

Roßdorf am Forst wurde erstmals in einer Urkunde des Bischofs Hermann I. von Bamberg (1065-1075) ohne genauere Datumsangabe genannt. Im Jahre 1109 übergab Bischof Otto der Hl. (1102-1139) „Ratestorf“ mit allen Erträgen dem Stift St. Jakob in Bamberg. 1143 bestätigt Papst Coelestin II. die Besitzungen des Stiftes St. Jakob in Bamberg. An erster Stelle wurde das Dorf „Ratestorf“ gennant.

1317: Die vormals durch Graf Friedrich von Truhendingen verpfändete Vogtei über Ratestorf wurde von Probst Arnold von St. Jakob um 150 Pfund Haller erworben.

Von 1357 bis 1367 übte Cunrat von Ratestorf in Bamberg eine wichtige Funktion aus: Er war Verwalter des Elisabethenspitales im Sand. 1382 verkaufte Graf Johann von Truhendingen die Hälfte seiner Besitzungen und Rechte an den Bischof. Darunter befanden sich auch die Anteile an „Ratestorf“ und „Czechendorff“ (d.h. Roßdorf und Zeegendorf).

1796 herrschte eine schlimme Viehseuche im Bamberger Umland. In drei Monaten verendeten 20 000 Stück Vieh. Das „Kapella“ im Dorf trägt die Jahreszahl 1707 und dürfte an Stelle eines älteren Vorgängergebäudes stehen.

Die Gebietsreform im Freistaat Bayern wurde in den Jahren 1971 bis 1980 durchgeführt und hatte das Ziel, leistungsfähigere Gemeinden und Landkreise zu schaffen.

Roßdorf am Forst kam im Zuge dieser Maßnahme mit sechs weiteren Orten zu Strullendorf und bildet gemeinsam mit diesen die heutige Gemeinde Strullendorf.

1999 erschuf der einheimische Bildhauer Wendelin Sauer eine Nachbildung des St. Salvator, des kreuztragenden Heilandes. Bei der Heimkehr von der Hollfelder Wallfahrt, Ende September, segnete die Figur der Geistliche Rat Franz Zeis aus Amlingstadt.

Ein befestigter Turmhügel in Wernsdorf ist erster Anhaltspunkt einer Besiedelung.

Im Jahre 1055 bekam der Bamberger Domprobst Hatto das Amt des Bischofs von Trient übertragen. Er starb ca. vor 1065. Am 14. Oktober wurde im Dom jeweils sein Jahrtag begangen, wozu sieben Unzen Geld aus Wernsdorf gestiftet waren.

Ab dem Jahre 1114 wurde der bischöfliche Ministeriale Diepolt von Wernsdorf mehrmals als weiterer Zeuge bei der Übergabe von Gütern zur Ausstattung der Kirche St. Jakob in Bamberg genannt. Die Wernsdorfer Ministerialien saßen wahrscheinlich auf einem sog. befestigten Turmhügel, aus dem sich eine Burg und später das Schloss entwickelte.

Im Jahre 1393 wurde die Burgkapelle eingerichtet. Ab 1421 wurde an vier Tagen der Woche darin die hl. Messe gelesen. Zum Unterhalt des Benefiziaten wurde die Kapelle mit Abgaben an Geld und Naturalien ausgestattet. Auch aus Weinbergen kamen Einkünfte. Im März 1430 schrieb Fürstbischof Friedrich III. die Hussitensteuer aus, um die Verwüstungen des kriegerischen Einfalles beheben zu können.

Im 16. und 17. Jahrhundert ist Wernsdorf Gerichtsort des Zentamtes Memmelsdorf. Sechs Ortschaften bilden diesen Gerichtsbezirk: Amlingstadt, Roßdorf, Leesten, Wernsdorf, Pettstadt und Rattelshof. Geisfeld, Strullendorf und Hirschaid müssen an den Gerichtstagen jeweils einen Schöffen stellen.

Im 30-jährigen Krieg verbrannten die Schweden am 5. März 1633 im Pfarrort Amlingstadt 20 von 26 Hofstätten mitsamt der auf Karl den Großen zurückgehenden Pfarrkirche.

Das nahe Wernsdorf blieb verschont, aber im benachbarten Leesten verbrannten am gleichen Tag vier der 24 Anwesen.

1620 ließ Fürstbischof Johann Gottfried das Schloss instand setzen. Es wurde zu einem Jagdschloss für den Bamberger Hof.

Das Wernsdorfer Schloss überstand letztlich die Zeitläufe und nach einer aufwendigen Renovierung durch die heutigen Besitzer erstrahlt in neuem Glanz als „Private Akademie für alte Musik, Kultur- und Geistesgeschichte Europas“.

Die Gebietsreform im Freistaat Bayern wurde in den Jahren 1971 bis 1980 durchgeführt und hatte das Ziel, leistungsfähigere Gemeinden und Landkreise zu schaffen. Wernsdorf kam im Zuge dieser Maßnahme mit sechs weiteren Orten zu Strullendorf und bildet gemeinsam mit diesen die heutige Gemeinde Strullendorf.

Aus Czechen- bzw. Zechendorf etabliert sich der heutige Ortsname Zeegendorf.

Im Jahre 1109 übergab der heilige Bischof Otto Zeegendorf „mit allem Nutzen“ dem Stift St. Jakob in Bamberg. 1391 bekundete Ulrich Marckard, gesessen zu Zechendorf, dass er in Erbpacht genommen eine Hofstatt in Zechendorf an unserer lieben Frau Acker der Capellen zu Mistendorf“.

Im Jahr 1430 wurde diese Kapelle zur Pfarrkirche erhoben. Zwischen 1183 und 1234 wurden Gundeloch, Reinold und Siegfried von Zeegendorf bei Grundstücksgeschäften als Zeuge genannt. Sie dürften Bamberger Ministeriale gewesen sein.

In Zeegendorf gab es in früher Zeit auch ein herrschaftliches Haus. 1432 wurde ein „Obernwal und Sitz“ im Dorf genannt. 1525 steht in der Steuerliste: ”Otto Nüßlein sitzt auf einem Gut, der Wall, des Hans Nüßlein. Ist lehenhaft meinem Herrn vom Kapitel im Domstift.” 1633 besaßen die Brüder Veit und Pankraz Nüßlein drei Hofstätten. Dazu gehörte auch das Anwesen auf dem Wall, längst kein herrschaftlicher Besitz mehr. In diesen Kriegsjahren wurden die Höfe ein Raub der Flammen. Der Hausname Burg bezeugt noch heute zuverlässig den Standort des ehemaligen Gutes.

Zeegendorf gehörte früher zum Gerichtsbezirk in Memmelsdorf. Von dort kam mehrmals im Jahr der Vogt und saß zu Gericht. 13 weitere Dörfer gehörten zu diesem Gerichtsort Zeegendorf. Sie mussten auch die Gerichtsschöffen stellen.

Nach 1594 wird Mistendorf Gerichtsort. 1627 nahmen 200 Einwohner an der Pflichtbeichte zu Ostern teil. Sie unterstehen 12 Lehensherren. Die meisten Lehen besitzten der Domdekan mit 22 und der Streitberger zu Burggrub (Veit Hector) mit sechs Lehen, darunter auch die beiden betriebenen Wirtshäuser.

Diese wurden mit 13 weiteren Höfen 1633 von den Schweden abgebrannt. 1636 wurden die Osterbeichter wieder genau erfasst. Es waren nur noch 55 vorhanden, 18 Männer und 37 Frauen. Als 1690 die Ritter von Streitberg in der männlichen Linie aussterben, übernehmen die Schenk von Stauffenberg die Zeegendorfer Lehen.

1952 wurde in Zeegendorf der Bau der Filialkirche vollendet. Am 24. August erhielt St. Josef die kirchliche Weihe. 1966 kamen drei Glocken auf den Turm. 1970 legt die damals noch eigenständige, kleine Gemeinde den Friedhof an.

Die Eingemeindung nach Strullendorf fand am 1. Mai 1978 statt.Die Gebietsreform im Freistaat Bayern wurde in den Jahren 1971 bis 1980 durchgeführt und hatte das Ziel, leistungsfähigere Gemeinden und Landkreise zu schaffen. Zeegendorf kam im Zuge dieser Maßnahme mit sechs weiteren Orten zu Strullendorf und bildet gemeinsam mit diesen die heutige Gemeinde Strullendorf.

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